Category Archives: Musik in der Kirche

Orgelnacht am 22.09.2017: „Literatur hat Töne“!

Michael Goede, Kirchenmusiker an der Stiepeler Dorfkirche in Bochum

Michael Goede, Organist an der Stiepeler Dorfkirche in Bochum

Die Orgelnacht in der Stephanuskirche wird zur bewährten Tradition – heuer begrüßen wir bereits zum 4. Mal, traditionell an einem Freitagabend um 19.30 Uhr (am 22. September 2017) interessierte Gäste zu Orgelmusik – und in diesem Jahr auch Literatur! Die Orgelnacht trägt heuer den Titel „Literatur hat Töne“.

An der Weigle-Orgel zu hören sind Werke von António Correa Braga, Joris Verdin, Luis Pedro Braviz Coarasa und Antonio Vivaldi. Doch was hört man „zwischen den Tönen“? Etwa den ultimativen Kampf zwischen Gott und Satan? Oder österliche Gedanken? Oder wurde „Josephs Traum“ in Pfeifentöne umgewandelt? Die literarischen Interpretationen von John Milton, Wipo von Burgund, Martin Luther und Thomas Mann geben Raum für konkrete Assoziationen.

Im Anschluss an die Orgelnacht lädt die Stephanuskirchengemeinde in den Gemeindesaal zum Sektempfang ein, Ende ist gegen 22 Uhr.

An der Orgel spielt Michael Goede, Organist an der Stiepeler Dorfkirche in Bochum. Die literarischen Werke trägt KMD Rainer Goede (Ansbach) vor – er hat bereits die erste Orgelnacht in 2014 gespielt. Geleitet wird der Abend, der mit einer Andacht beginnt, von Pfarrerin Erika Schlatter-Ernst.

20 Jazz-Konzerte in Giebel – wie funktioniert das?

Ludewigs JazzSpektrum

Ludewigs JazzSpektrum

Das Team, die MusikerInnen, die Förderer: Am vergangenen Freitag, den 24. März 2017, war „Ludewigs JazzSpektrum“ zu Gast bei „Jazz bei Stephanus“. Mit „Watermelon Man“, „Strasbourg-St.Denis“, „Georgia“ und der „Yardbird Suite“ spielte die Jazzband ein breites Spektrum von Jazz-Titeln. Die älteste Gruppe des „Solitude Saxophon Ensembles“ ergänzte den Gang durch die Jazz-Geschichte unter anderem mit drei fetzigen Klezmer-Titeln. Beide Gruppen kamen nicht ohne Zugabe davon und so wurde es für die ZuhörerInnen des vollbesetzten „Stephanus-Jazzkellers“ erneut ein schöner Abend, an den man sich gern erinnert.

„Jazz bei Stephanus (JbS)“ gibt es sein 2014: Bei den seither 20 Jazzkonzerten waren 15 verschiedene Jazzbands und ein jazziges Männer-Gesangsquartett zu Gast bei Stephanus.
„JbS“ ist eine Veranstaltung der Stephanusgemeinde in Stuttgart-Giebel. Es ist uns als Mitgliedern dieser Kirche ein Anliegen nicht nur einen Beitrag zur Kultur in Giebel zu leisten sondern dies auch zu Preisen zu machen, die für jeden erschwinglich sind. Aus diesem Grund stellt Stephanus die Räumlichkeiten einschließlich Heizung kostenlos zur Verfügung. Der Eintritt ist grundsätzlich frei. Spenden sind uns willkommen.

das „Team von JbS“

das „Team von JbS“

Um einem solchen sozialen Anspruch gerecht zu werden bedarf es vieler Standbeine: Das wichtigste sind die vielen, mehr als zwanzig ehrenamtlichen HelferInnen, das „Team von JbS“. Für das attraktive Ambiente sorgt der „Bastelkreis“, für die spritzigen Cocktails unser „Duo an der Bar“, für die Fotos unser Fotograf und für die Öffentlichkeitsarbeit unser Pressereferent. Unser Fairtrade-Verkaufsstand versucht mit kleinsten Schritten etwas mehr Gerechtigkeit in der Welt zu verwirklichen und die Erlöse aus dem Verkauf der Produkte unseres Bastelkreises dienen ausschließlich sozialen Zwecken. Die Organisation der Konzertabende einschließlich Aufbau, Bewirtung, Abbau und Putzen sowie Zubereitung des Essens für die GastmusikerInnen wird ebenfalls vom „Team von JbS“ geleistet.

Das zweite wichtige Standbein sind unsere MusikerInnen. Mit wenigen Ausnahmen sind unsere Gäste Amateurbands, gute bis sehr gute. Die Aufwandsentschädigungen, die wir ihnen gerne zahlen, kommen ausschließlich aus dem Erlös unserer kleinen Bewirtung und aus den Spenden, die wir freundlicherweise von unseren ZuhörerInnen erhalten. Für Jazzbands sind wir übrigens eine begehrte Adresse: Wir sind schon jetzt für 2018 ausgebucht und haben eine ganz kleine Warteliste für 2019.

Solitude Saxophon Ensemble

Solitude Saxophon Ensemble

Das dritte Standbein für „JbS“ ist die „Unterstützung von außen“: Die menschlich erfreulichste Förderung waren zwei private Spenden von Giebler Bürgern für die drei Jazz-AGs von Stephanus (Jazzband „Jazzix“ und zwei Gruppen des „Solitude Saxophon Ensembles“). Bei jedem unserer Jazzkonzerte zeigt eine dieser Gruppen ihre musikalischen Fortschritte mit einem kurzen Auftritt und gibt dem Abend auf diese Weise eine weitere kleine Attraktion.

In den Jahren 2014, 2015 und 2016 hatten wir jeweils eine professionelle Jazzband zu Gast. Diese drei Auftritte wurden gesponsert von der „Sozialen Stadt Giebel“. Mit ihren musikalischen Jugendgruppen ist die Stephanuskirche Mitglied in der Sängerjugend des Wilhelm-Hauff-Chorverbandes. Von der Sängerjugend erhalten wir finanzielle Unterstützung insbesonders auch für den Notenkauf, so dass unsere Jugend auf diese Weise Material für ihre musikalischen Beiträge überhaupt und auch für ihre Auftritte bei „JbS“ hat.
Unterstützung von außen und doch von innen konnten wir im März 2017 erfahren: Mit Hilfe eines finanziellen Zuschusses durch den Stephanus-Kirchengemeinderat hatte der „Stephanus-Männer-Kochclub“ ein opulentes Mal mit mehreren Gängen für das „Team von JbS“ zubereitet. Es war köstlich!

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an all unsere Förderer und vor allem auch ein herzliches Dankeschön an unsere Giebler MitbürgerInnen, die uns fast regelmäßig ein volles Haus bescheren und uns allen so die Kraft zum Weitermachen geben.
RDJ

Latin bei „Jazz bei Stephanus“

Barbara K United

Barbara K. United

Am vergangenen Freitag, den 17. Februar 2017, war Barbara Katzer-Knappstein mit ihrer Band „Barbara K. United“ zu Gast bei „Jazz bei Stephanus“. Mit „Blue Bossa“, „Girl From Ipanema“ und „Summer Samba“ lag der Schwerpunkt bei lateinamerikanischer Musik.

„Night And Day“ wurde als Swing gespielt und mit John Coltranes „Mr. PC“ und Charlie Parkers „Billies Bounce“ ging ein gelungenes Konzert zuende.

Solitude Saxophon Ensemble am 17.2.2017

Solitude Saxophon Ensemble am 17.2.2017

Die jüngste Gruppe der Stephanus-AG, das „Solitude Saxophon Ensemble“ (siehe unteres Foto), spielte bei ihrem kurzen Auftritt in der Mitte des Abends Samba, Rag, Blues, Traditional und mit „Do Wah Diddy“ auch Pop.

Anzumerken bleibt: Am Freitag, den 24. März 2017 kommt vor der Sommerpause ab 19.30 Uhr die Jazzband „Ludewig’s Jazz Spektrum“ in den Jazzkeller unter der Kirche.

RDJ

Erneut volles Haus: „Jazz bei Stephanus“ startet erfolgreich in das Neue Jahr

Playground on Stage

Playground on Stage

Am vergangenen Freitag, den 20. Januar 2017, eröffnete die Jazzband „Playground“ aus Tübingen den Konzertabend im „Jazzkeller“ von Stephanus mit „Chitlins con Carne“ und mit dem berühmten Swing-Standard „Summertime“ von George Gershwin.<!–break–>

Es folgten „Key to the Highway“, „Suzie Q“, „Black Magic Woman“ sowie „Oye como va“ und „Sweet Home Chicago“. Die Stephanus-AG „Jazzix“ eröffnete ihre musikalische Einlage ab 20.15 Uhr mit dem „Work Song“ von Cannonball Adderley und dem Jazz-Walzer „Norwegian Wood“ von John Lennon/Paul MacCartney. Highlights waren die abschließenden Blues „Route 66“ und „Blues with a Feeling“ mit der Sängerin Silvia Blank und Guntrun Müller-Enßlin an der Blues-Harp.

Beide Gruppen kamen nicht ohne Zugabe davon und so wurde dieser Abend nach mehrfacher Nachbestuhlung zu einem verheißungsvollen Anfang für das das neue Jahr 2017.

Anzumerken bleibt: Am Freitag, den 17. Februar kommt ab 19.30 Uhr das Quartett „Barbara K. United“ zu Stephanus in den „Jazzkeller“.

RDJ

TRUMPF Jazz Combo bei Stephanus

TRUMPF Jazz Combo

TRUMPF Jazz Combo

Am vergangenen Freitag, den 16. Dezember 2016, war die „TRUMPF JazzCombo“ unter der Kirche in Stephanus im Giebel zu Gast. Die Band spielte Jazz-Standards und einige eingängige Titel aus dem Bereich der Popularmusik. Mit ihrer Sängerin Magdalena Blisch konnte die Gruppe die Herzen der Giebler BürgerInnen – und auch die der auswärtigen Gäste – für sich gewinnen.

das "SSE-4"

das „SSE-4“

Wie bei der JazzCombo durfte auch die ältere Gruppe „SSE-4“ des „Solitude Saxophon Ensembles“, ein Sextett, bei ihrem Zwischenspiel die Bühne nicht ohne zwei Zugaben verlassen. Die letzte Zugabe hatte einen doppelten Sinn: „Alle Jahre wieder“.

RDJ

 

TRUMPF Jazz Combo bei Stephanus

TRUMPF Jazz Combo

TRUMPF Jazz Combo

Am Freitag, den 16. Dezember 2016 ab 19:30 Uhr ist die „TRUMPF JazzCombo“ bei „Jazz bei Stephanus“ unter der Kirche in der Giebelstr. 30 in 70499 Stuttgart-Giebel zu Gast.

Die Combo wurde 2007 gegründet und besteht ausschließlich aus Mitarbeitern der Firma TRUMPF in Ditzingen. Die Gruppe spielt Jazz-Standards und auch einige eingängige Titel aus dem Bereich der Popularmusik. Die Sängerin Magdalena Blisch entführt Sie in die Welt feinsten musikalischen Genusses, während die Instrumentalisten mit ihren Improvisationen filigrane Bilder dazu malen.

Ab 20.15 Uhr wird die älteste zu einem Quintett gewachsene Gruppe des „Solitude Saxophon Ensembles“ ein kurzes Zwischenspiel geben.

Die Veranstaltung wird um ca. 22.00 Uhr enden. Sie sind herzlich eingeladen. Es gibt eine kleine Bewirtung. Der Eintritt ist frei. Über Spenden freuen wir uns.

Volles Haus beim Chorkonzert von Arndt Pohlmann

"Seasons of Love" in der Stephanuskirche am 26.11.2016

„Seasons of Love“ in der Stephanuskirche am 26.11.2016

„Seasons of Love“ unter diesem Motto gastierte am 26.11.2016 unser ehemaliger Organsist und Chorleiter Arndt Pohlmann mit seinem Stuttgarter Pop-Chor in der gut gefüllten Stephanuskirche.

Die über 70 Sängerinnen und Sängern des Chores beindruckten das Puplikum mit vielfältigen Klangbildern bei der Darbietung von Popsongs und modern interpretierten Advents- und Weihnachtsliedern.

Mitgestaltet wurde das Programm vom Jugendchor 2000 aus dem Hessischen Obertshausen, der mit gekonnten a cappella Arrangements bekannter Popsongs die Zuhörer begeisterte.

Text/Foto: Stefan Frank.

„Classic Jazz Trio“ aus Pforzheim in Stephanus

Das Classic Jazz Trio aus Pforzheim

Das Classic Jazz Trio aus Pforzheim

In der Reihe „Jazz bei Stephanus“ gab sich unlängst das Pforzheimer „Classic Jazz Trio“ die Ehre. Die drei Musiker waren gekonnt und mit Herz dabei und zogen das Publikum in ihren Bann.

Jeder der Musiker setzte die mitgebrachten Instrumente nach Lust und Laune oder Stilrichtung des jeweiligen Titels ein: Wolfgang Scherb spielte Saxophon oder Klarinette, Karl-Otto Schmidt gewann mit seiner Tuba die Herzen des Publikums, spielte zwischendurch aber auch Stehbass, und Dr. Peter Meisenbacher wechselte zwischen Gesang, Gitarre und Banjo oder zupfte und sang gleichzeitig. Dies machte neben den abwechslungsreichen Stilrichtungen von Blues, Latin, Swing und anderen bis hin zu ländlichen Schmankerln den bessonderen Reiz dieser Formation aus.

ie musikalisch jüngste Gruppe des "Solitude-Saxophon-Ensembles"

ie musikalisch jüngste Gruppe des „Solitude-Saxophon-Ensembles“

In der Halbzeit trat die musikalisch jüngste Gruppe des „Solitude-Saxophon-Ensembles“ von Stephanus auf. Für einen der beiden Tenor-Saxophonisten, Charls, war es sogar eine Premiere. Sie brachten ihre Fortschritte mit ihrem jugendlichem Charme und Herzblut zum Publikum rüber. Ohne Zugabe durften sie nicht gehen.

Insgesamt war der Jazz-Abend unter der Stephanuskirche einmal mehr ein Glanzpunkt für das Kulturleben in Giebel vor vollem Haus.

 

Ein Jazzkonzert der klassischen Art

Classic Jazz Trio

Classic Jazz Trio

Am Freitag, den 18. November 2016 ab 19.30 Uhr heißt es „Zurück zu den Wurzeln“ bei „Jazz bei Stephanus“. Das Pforzheimer „Classic Jazz Trio“ spielt einen erfrischenden Mix aus fetzigem Dixieland, ursprünglichem Ragtime, fein dosiertem Blues, gewürzt mit Latin, Boogie Woogie, sowie eine kräftige Prise New Orleans und Swing.

Jeder der Musiker spielt mehrere Instrumente, die je nach Laune, Thema und Stimmung zum Einsatz kommen. Nicht zuletzt macht die Abwechselung und Vielschichtigkeit den besonderen Reiz der Musik dieser Formation aus. Sie spielt in der Besetzung: Wolfgang Scherb (Klarinette, Saxofone), Karl-Otto Schmidt (Tuba, Posaune, Kontrabass), Dr. Peter Maisenbacher (Banjo, Gitarre, Gesang). Diese Musik geht in die Ohren, lässt die Beine der Zuhörer rhythmisch zucken, macht fröhliche Stimmung, zaubert ein Lächeln auf die Münder und trifft schließlich das Herz.

Ab 20.15 Uhr wird die musikalisch jüngste Gruppe unseres „Solitude Saxophon Ensembles“ mit einem kurzen Auftritt dazu beitragen, diesem Abend einen Hauch von Unvergesslichkeit zu geben.

Auf Sie wartet ein musikalisch spannendes Konzert mit bewegender Musik für (fast) alle Sinne. Es gibt eine kleine Bewirtung. Der Eintritt ist frei. Über Spenden freuen wir uns.

RDJ

Jazz der „mittleren Dichte“ lässt nur die Herzen tanzen

Jazz bei Stephanus, 14. Oktober 2016Unhörbares wurde bei „Jazz bei Stephanus“ hörbar: In der Reihe „Jazz bei Stephanus“ am 14.10.16 waren die Gäste unter der Kirche erwartungsvoll gespannt, was sie unter dem angekündigten „Jazz der mittleren Dichte“ erwarten würde.

Die drei Musiker Ekkehard Rössle, Saxophone (Landesjazzpreisträger), Manfred Kniel, Schlagzeug, und Andreas Rieke, Elektronik, schufen eine Atmosphäre vom Klangrausch bis zum Verklingen der Musik ins Unhörbare. Das staunende Publikum musste sich erst einhören in diese ungewohnte Welt der schier endlosen Monodien des weichen Saxophonklanges und der Töne und Geräusche der Elektronik, die von Percussionklängen über Bassvibrationen bis zu hauchenden Windströmen gingen und vergingen.

Jazz bei Stephanus, 14. Oktober 2016Das Schlagzeug von Manfred Kniel sorgte für eingängigen Groove; er ließ durch seine gleichberechtigte Rolle in diesem Trio oft vergessen, dass nur drei Musiker auf der Bühne standen. Es erklangen von Ekkehard Rössle hinreißende und teils enorm virtuose Passagen, die das Publikum mitrissen, wie zum Beispiel im Stück „Traum in fünf Stufen“. Das Publikum erlebte Visionen von Jazzmusik mit, die die drei Musiker, alle Dozenten an der Musikhochschule Stuttgart, an ihre Studenten weitergeben. Vieles, was an Eindrücken entstand, kann man kaum mit Worten beschreiben. Bei dem Titel „Silent Samba – Do’nt Move“ zum Beispiel schickte Kniel die Bemerkung voraus, man möge in der Ruhe des Körpers „nur die Herzen tanzen“ lassen, aber es wippten doch viele Köpfe und Füße mit.

Als Intermezzo trat die Jugendband „Jazzix“ auf, die aus dem Solitude-Saxophon-Ensemble der Stephanusgemeinde hervorgegangen ist. Sie führte das Publikum auf gewohntere Wege des Zuhörens und stellte so einen gelungenen Kontrast her. Mehreren Swing-Titeln folgten als Höhepunkte „I Feel Good“ von James Brown und „Honest I Do“ von Mississippi Heat mit der Sängerin Silvia Blank und der Blues-Harp-Spielerin Guntrun Müller-Enßlin. Das Publikum ließ beide Gruppen nicht ohne Zugabe gehen.

Alles in allem ein für Giebel ungewöhnlicher aber sehr erfolgreicher Jazz-Abend in gewohnt gemütlicher Jazz-Keller-Umgebung. Die Veranstaltung wurde von der „Sozialen Stadt Giebel“ unterstützt. Herzlichen Dank!

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Orgelnacht mit Felix Mende – Ein besonderes Wunschkonzert

Felix Mende an der Weigle-Orgel in Stephanus

Felix Mende an der Weigle-Orgel in Stephanus

Die evangelische Stephanusgemeinde in Giebel hat zum dritten Mal zu einer Orgelnacht eingeladen. Der Organist der Stiftskirche in Stuttgart spielte an dem Abend Stücke von Bruhns, Bach sowie Bartholdy und unterhielt mit Improvisationen über Lieder, die sich die Konzertbesucher gewünscht hatten.

Die dritte Orgelnacht in der Stephanuskirche, zu der Pfarrerin Erika Schlatter-Ernst zahlreiche Besucher begrüßen konnte, begann mit einer Andacht zum Thema Musik. Spielen die Engel im Himmel Mozart oder spielen sie vielleicht Bach. Diese Frage lässt sich ganz sicher nicht mit Gewissheit beantworten, wiewohl es für beide Komponisten Befürworter gibt. „Martin Luther hätte in beiden Fällen Zweifel angemeldet“, so Schlatter-Ernst. Er habe weder Pauken und Trompeten gemocht noch seien Orgelpfeifen sein Fall gewesen. Luther habe die Laute und den Gesang geliebt. Gesang stimme die Menschen fröhlich, habe Luther erklärt.

Pfarrerin Erika Schlatter-Ernst dankt Felix Mende für sein Konzert

Pfarrerin Erika Schlatter-Ernst dankt Felix Mende für sein Konzert

Auf die Frage was für Menschen heute Musik bedeute, zitierte die Pfarrerin den Musikproduzenten Dieter Falk. Für Falk ist Musik Bewegung. Ihm gehe ständig Musik im Kopf herum, habe Falk einmal erklärt. Dabei sei er immer auf der Suche nach der Melodie, die zum Hit wird. Die Theologin und Pfarrerin Margot Käßmann habe nach ihrem Lieblingslied gefragt erklärt, das sei „Befiehl du deine Wege“ von Paul Gerhard. Das Lied habe schon ihre Großmutter gesungen und ihr habe es bei vielen Gelegenheiten Kraft gegeben. Der Moderator Sven Plöger hingegen bezeichnet Musik als passiven Genuss. „Mit muss es nur gefallen, dann höre ich alles“, zitierte Schlatter-Ernst den Moderator. Selbst Singen würde er nicht gerne. Nur bei zwei Liedern in der Kirche singe er immer mit, bei „Oh du fröhliche“ an Weihnachten und bei „Danke“. Nun könne sich ja jeder selbst überlegen, was für ihn Musik bedeutet, schloss die Pfarrerin und lud alle ein gemeinsam das Lied „Ich sing dir mein Lied“ zu singen.

Organist Felix Mende erklärte, er freue sich sehr in Weilimdorf auf der Weigle-Orgel spielen zu dürfen. Die Choralorgel in der Stiftskirche sei ebenfalls eine Weigle-Orgel. Als Edith Gramm bei ihm angefragt habe, ob er in der Stephanuskirche ein Konzert geben wolle habe er gerne zugesagt. „Ich wollte die Weigle-Orgel hier in Giebel gerne einmal spielen“, so Mende.

Eröffnet wurde das Konzert von Mende mit dem Praeludium in e-Moll von Nikolaus Bruhns. Ein Stück mit gefühlvollen und kraftvollen Passagen, bei dem Mende die ganze Klangvielfalt der Orgel aufzeigte.

Es folgten die ersten beiden Improvisationen über Stücke die, die Besucher vorgeschlagen hatten. Er habe nicht mit so vielen Vorschlägen gerechnet, erklärte Mende. Insgesamt waren vom Publikum 50 Lieder vorgeschlagen worden. „Die werde ich natürlich nicht alle spielen können, sonst würde das Konzert zu lange dauern“. so Mende. Die ersten beiden Stücke waren „Nun jauchzet dem Herrn alle Welt“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“. Bei musikalischen Improvisationen gebe es Pläne an denen man sich orientieren kann, erläutert Mende. „Manchmal kann die Improvisation aber auch eine ganz andere Richtung einschlagen. Darauf muss man dann eben reagieren“.

Weiter ging es im Programm mit Dem Trio super „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr“ aus der Feder von Johann Sebastian Bach. Das Stück ist Teil der bekannten Leipziger Choräle. Passend zur Uhrzeit improvisierte Mende anschließend über das bekannte Abendlied: „Der Mond ist aufgegangen“. Mit der Orgelsonate in c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy und einer Improvisation mit verschiedenen Variationen zu dem Lied „Öffne meine Ohren heiliger Geist“ endete die dritte Orgelnacht in Giebel.

Das Saxophonquartett „LOOP“ beim anschließenden Ständerling im Gemeindesaal

Das Saxophonquartett „LOOP“ beim anschließenden Ständerling im Gemeindesaal

Im Anschluss trafen sich die Konzertbesucher noch zu einem kleinen Umtrunk im Gemeindesaal der Kirche der vom Saxophonquartett „LOOP“ musikalisch umrahmt wurde. Fazit des Abends: Ein tolle Orgelnacht, der hoffentlich noch weitere folgen werden.

© Text/Fotos: Uwe Tommasi

Ein Jazz-Abend der besonderen Art

Das Stuttgarter Duo „Fifty-Fifty“

Das Stuttgarter Duo „Fifty-Fifty“

Am Freitag, den 14. Oktober 2016 ab 19.30 Uhr ist „Komplexe Einfachheit“ das Thema der Reihe „Jazz bei Stephanus“ unter der Kirche in der Giebelstr. 30 in 70499 Stuttgart.

Das Stuttgarter Duo „Fifty-Fifty“ mit dem Saxophonisten und Landesjazzpreisträger Ekkehard Rössle und dem Schlagzeuger Manfred Kniel trifft auf Andreas Rieke. Rieke ist Klangforscher, Elektronikmusiker, Produzent und Gründungsmitglied der Gruppe „Die Fantastischen Vier“.

Manfred Kniel hat mit so renommierten Musikern wie dem Trompeter Frederic Rabold, der Vokalistin Lauren Newton und dem Vibrafonisten David Friedman gearbeitet, bis in ihm mit der Zeit eine andere Vision reifte: Komprimierter Jazz, der sich aufs Wesentliche beschränkt und jede Geschwätzigkeit vermeidet. Kniel dachte über die Vorteile der Einfachheit nach und bastelte an Strategien der Reduktion.

Unter dem Motto „Weniger ist mehr“ machen die drei „Jazz der mittleren Dichte“ (Kniel).

Ab 20.15 Uhr wird die Jugend-Jazzband „Jazzix“ Sie mit einem kurzen Auftritt aus dem Bereich der Minimalistik hinaus in das Genre der Jazzklassiker hinein führen.

Auf Sie wartet ein ruhiger Abend mit raffinierten Grooves, knappen Melodielinien und pfiffigen Arrangements. Es gibt eine kleine Bewirtung. Der Eintritt ist frei. Über Spenden freuen wir uns.

Vorankündigung: Am 18. November 2016 ist das „Classic Jazz Trio“ zu Gast bei „Jazz bei Stephanus“.

Musik für Querflöte und Orgel

Am Sonntag, 25. September 2016 musiziert das Duo Barbara und Beate Sautter in der Stephanuskirche im Gottesdienst, der um 9:30 Uhr beginnt.

Es predigt Prädikantin Claudia Dicke. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es im Gemeindesaal in bewährter Weise Kaffee/Tee und Hefezopf, sowie die Möglichkeit , mit netten Menschen ins Gespräch zu kommen. Herzliche Einladung!

KlangART sucht MITMACHER beim Weihnachts-Chor-Projekt!

AmHimmel-KlangARTDas ist DIE CHANCE zum ausprobieren!
In diesem Jahr möchte der Chor KlangART der Stephanusgemeinde im Gottesdienst an Heilig Abend, um 15.30 Uhr in der Stephanuskirche Giebel zusammen mit den BuKiMo-Kindern das Weihnachtsmusical »Am Himmel geht ein Fenster auf« aufführen.
Die Geschichte handelt von zwei Freundinnen, Patricia und Florina, die gemeinsam zur Schule gehen. Florina stammt aus Albanien und ist Muslimin. Sie stellt ihrer Freundin eine interessante Frage: »Warum feiert ihr hier in Deutschland eigentlich Weihnachten?« Patricia beginnt zu erzählen. In »Am Himmel geht ein Fenster auf« wird die biblische Weihnachtsgeschichte stimmungsvoll sowie heiter in musikalisch umrahmten Spielszenen dargestellt.
Und sie können ein Teil dieser Aufführung werden!
Wenn sie schon immer einmal in einem Chor mitsingen wollten, sich aber nie getraut haben oder nicht die Zeit haben regelmäßig übers Jahr an Chorproben teilzunehmen dann sind sie jetzt bei uns goldrichtig.
Wir proben für diese Aufführung genau 4x, nämlich immer mittwochs, am 30.11. , 07.12. , 14. und 21. Dezember 2016 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Stephanuskirche, Giebelstraße 30. Das ist eine absehbare Zeit, und wenn es ihnen dann Spaß gemacht hat können sie sich ja immernoch überlegen bei uns weiter mitzumachen. Wir sind eine lustige Truppe zwischen 30 und 85 Jahren und würden uns freuen Sie bei diesem Projekt in unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Weitere Infos unter e-mail: klangart-stephanus@gmx.de.

Gospelchors „the sweet 60s“ singt in der Stephanuskirche

Chorfoto "sweet-sixties"

Chorfoto „sweet-sixties“

Gerne folgte der Gospelchors „the sweet 60s“ der Einladung von Marion Goß, Geschäftsführerin vom Haus der Begegnung, in den Giebel. Goß lernte den Chor um Charles B. Logan, bei einem privaten Urlaub im Jahr 2012 kennen – und vor allem singen hören durfte.

Nach diesem Konzert entstand dann der Kontakt zwischen den „the sweet 60s“ und Marion Goß, die voller Begeisterung Charles B. Logan und seinen wunderbaren Chor nach Stuttgart-Giebel einlud: Am Sonntag 18. Sept. 2016, 16:00 Uhr gastiert der Gospelchor „the sweet 60s“ aus Landsberg am Lech zum zweiten Mal nach 2013 in der Stephanus Kirche in Stuttgart-Giebel. Nach dem Konzert wird vom Team um Marion Goß ein gemeinsames Abendessen im Haus der Begegnung für den Chor sowie auch für die Besucher serviert.

Unter den Gospelchören ist der Name „the sweet 60s“ Programm und eine Besonderheit. Wer Chormitglied werden will, muss mindestens das 60. Lebensjahr erreicht haben. Das älteste Mitglied zählt stolze 88 Jahre. Trotz ihres Alters sind alle Chormitglieder im Herzen jung geblieben und zeigen dies in ihren mitreißenden Songs.

Chorleiter Charles B. Logan zum Thema „Alter“: „Erst das Gefühl von Wertlosigkeit und Ausgrenzung macht die Herzen der Menschen alt. Deshalb singen, jubeln und tanzen wir, vergessen dabei aber das Danken nicht.“ In zahlreichen Konzerten, von Garmisch Partenkirchen bis Stuttgart, konnte der Chor die Zuhörer mit seiner stimmgewaltigen Überzeugungskraft, gepaart mit reicher Lebenserfahrung überzeugen.

Das Chor-Repertoire umfasst sowohl populäre Gospels und Spirituals, als auch weniger bekannte Songs. Sie erzählen keine alltäglichen Geschichten, sondern basieren auf anspruchsvollen Texten, die oft in Situationen unmenschlicher Sklaverei vor über 400 Jahren entstanden sind. Dabei geht es stets um den Kampf für Freiheit und Frieden, um Liebe, Dankbarkeit und unerschütterlichen Glauben. „the sweet 60s“ möchten mit dieser zeitlosen Musik, die gerade in der heutigen Zeit wieder an Bedeutung gewinnt, Zeichen setzen und eine Botschaft senden, die zum Nachdenken anregt.

Der künstlerische Chorleiter des Gospelchors „the sweet 60s“, Charles B. Logan, wuchs in einer großen New Yorker Musikerfamilie auf. Bei ihren Treffen sangen sie immer die alten Spirituals und Gospels, die sie an lang vergangene schwere Zeiten erinnerten. Der kleine Charles bekam dadurch das Gospelfeeling bereits in die Wiege gelegt. Mit acht Jahren sang er 1965 das erste Mal vor Publikum. Seine Mom ermahnte ihn; „Es reicht nicht gut zu sein, du musst besser sein als alle anderen. Später besuchte er die Catholik Universität of Amerika in Washington und beendete sie mit dem „Bachelor oft Arts“, der klassischen Ausbildung zum Operntenor. Danach wandte sich Charles B. Logan seiner Liebe, dem Musical, zu.

Nach Deutschland kam er das erste Mal 1986, als er Engagement für „Porgy and Bess“ am Theater des Westens in Berlin bekam. Es folgten Rollen wie „John“ aus Miss Saigon“ in Stuttgart, „Rocky“ aus der „Rocky Horror Picture Show“ und „Jesus“ in „Jesus Chris Superstar“ in Frankfurt/Oder.

Nach Rückkehr in die USA arbeitete er als Filmschauspieler und Musiklehrer und Musikdozent, leitete Chöre an verschiedenen High-Schools sowie den Florida Multi-Cultural-Chor in Fort Lauderdale. 2001 kehrte er mit seiner deutschen Frau und den Kindern wieder nach Deutschland zurück. Hier arbeitete er an zahlreichen Objekten und gründete 2008 den Gospelchor „the sweet 60s“ zunächst mit 18 Mitgliedern. Heute zählt der Chor über 50 Sängerinnen und Sänger.

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